Bild & Icon: Filmkommunikation - Anspruchsvolles Kino in Thüringen

Katalogeintrag

Technische Infos

Medium: VHS

Spielfilm

Deutschland, 1993

Freigabe: FSK ab 16 Jahren

Filmlänge: 92 Minuten

Keywords: Geschichte, Gesellschaft, Anerkennung, Justiz

Filmkatalog

Leihanfrage

Leihbedingungen

Bild zum Film: Die Denunziantin
Bild zum Film: Die Denunziantin

Die Denunziantin

Produktion

Bremer Institut Film und Fernsehen, Lichtblick, arte, ZDF, Journal Film

Produzent

Elke Peters

Regie

Thomas Mitscherlich

Drehbuch

Detlef Michel

Kamera

Thomas Mauch

Schnitt

Margot Neubert

Musik

Jens-Peter Ostendorf

Darsteller

Katharina Thalbach, Dolly Dollar, Richy Müller, Peter Fitz, Hanns Zischler, Tanja Schanzara, Doris Schade, Traugott Buhre, Elisabeth Schwatz, Karl-Heinz von Hassel

20. Juli 1944 - das Attentat auf Adolf Hitler ist gescheitert. Der zivile Kopf der Verschwörung, Carl Goerdeler, taucht unter. Auf seine Ergreifung wird eine Million Reichsmark ausgesetzt.

August 1944 - Helene Schwärzel ist Buchhalterin bei der Luftwaffe. Ihre Dienststelle ist in einem kleinen Gasthaus in Ostpreußen einquartiert. Helene Schwärzel "kennt" Carl Goerdeler. 1924 hatte der Mann die kleine Fahrkartenverkäuferin freundlich in einem Seebad an der Ostsee gegrüßt, sogar den Hut vor ihr gezogen. Die Kollegen lachen über die Geschichte.

Ausgerechnet in diesem Gasthaus trinkt Carl Goerdeler auf der Flucht morgens seinen Kaffee. Helene Schwärzel erkennt und denunziert ihn. Einmal in ihrem Leben will sie Recht haben und ernst genommen werden.

Carl Goerdeler wird hingerichtet. Helene Schwärzel bekommt das Kopfgeld vom Führer persönlich. Sie rührt den Judaslohn für sich nicht an, spendet einen Teil der Belohnung dem Roten Kreuz und den Bombenopfern von Königsberg. Doch nichts hält den Untergang von Hitlers Armeen auf. Helene Schwärzel flieht nach Berlin. 1946 wird sie gesucht, die Denunziantin wird selbst denunziert. Es kommt zu einem Prozess gegen sie, dem ersten wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit vor einem deutschen Gericht.

Ein Freund Carl Goerdelers, Paul Ronge, übernimmt im Einverständnis mit der Witwe Anneliese Goerdeler die Verteidigung von Helene Schwärzel. Die beiden sind an einem rechtsstaatlichen Urteil interessiert. Helene Schwärzel wird in der ersten Instanz zu 15 Jahren, in der zweiten zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Außer ihr wird kein Richter, kein Staatsanwalt, kein Gestapo-Mann, kein Soldat, kein Zivilist wegen des Justizmordes an Carl Goerdeler verurteilt.
(Verleiher)

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