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Katalogeintrag

Technische Infos

Medium: VHS

Spielfilm

BRD, 1981

Freigabe: FSK ab 16 Jahren

Filmlänge: 132 Minuten

Keywords: Literaturverfilmung, Familie, Jugend, Drogen, Prostitution, Tod

Filmkatalog

Leihanfrage

Leihbedingungen

Bild zum Film: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Bild zum Film: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Produktion

Solaris, Maran, Popular, CLV

Produzent

Hans H. Kaden

Regie

Ulrich Edel

Drehbuch

Hermann Weigel , nach dem Buch von Kai Hernann und Horst Rieck

Kamera

Justus Pankau, Jürgen Jürges

Schnitt

Jane Seitz

Musik

Jürgen Knieper

Darsteller

Natja Brunckhorst, Thomas Haustein, Jens Kuphal, Reiner Wölk, Christiane Reichelt

"Zwischen Baby-Strich, U-Bahnhöfen und stinkenden Toiletten: hier spielt sich das Leben von Christiane ab. Ein wenig Geborgenheit findet sie bei Detlef, ihrer ersten Liebe; er ist rauschgiftsüchtig, wie Christiane auch. Die Schußfahrt in die Hölle vollzog sich rasend schnell. Scheidung der Eltern, Trennung von der kleineren Schwester, wenig Verständnis von seiten der Mutter, das Gefühl, ein Außenseiter zu sein, dazu gehören wollen, Zuflucht bei einer neuen Clique und der erste Schuß. Christianes Leben im Drogenmilieu deprimiert nicht nur durch Isolation, Prostitution und Heroinsucht. Viel schlimmer sind die vielen Toten, die Opfer des Drogenmißbrauchs, die das Mädchen schockieren. Die Boulevard-Presse berichtet von der jüngsten Drogen-Toten Berlins - Babsi, Christianes bester Freundin. Und ihr eigener körperlicher Verfall scheint unaufhaltsam. Kann Christiane ihr Leben noch in den Griff bekommen?"
Quelle: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. - In: Film-Atlas / Hrsg. Atlas Film + AV. - Duisburg: Atlas Film + AV, 1995

Kritik:
"Beachtenswerter Versuch, über das Problem des Mißbrauchs von Drogen in einem Spielfilm aufzuklären. Der Film - nach den Tonbandprotokollen einer 15jährigen - unterscheidet sich durch Ernsthaftigkeit und das Bemühen um Verständnis durchaus positiv von den spektakulären Produkten ähnlicher Thematik, dennoch weiß er sich nicht so recht aus dem Klischees über Jugendliche, Drogenkonsum und Prostitution zu befreien. Auch verfällt er hin und wieder der grellen Faszination des Milieus." (Lexikon des Internationalen Films)

"Wie Christiane F. in weniger als drei Jahren nicht nur ihren Körper ruiniert, sondern auch ihre Psyche und ihre Seele zerstört und zum verzweifelten Wrack wird, zeigt der Film drastisch und ohne Schönfärberei. Jeder, der es sehen will, erfährt, daß die Heroin-Szene nichts, aber auch gar nichts mit Romantik, geschweige denn mit Geborgenheit in einer Gruppe Gleichgesinnter zu tun hat, sondern ein Teufelskreis ist aus Suchtbefriedigung und Geldbeschaffung, in dem die allermeisten Fixer vor die Hunde gehen - einsam und jämmerlich." (Zoom, 8 / 1981)

" [...] Der Horror-Trip, der Christiane F(elscherinow) aus der kleinbürgerlichen Wohnung in der Berliner Gropiusstadt über die Mode-Disco Sound auf den Baby-Strich hinter dem Bahnhof Zoo und in die Drogenabhängigkeit trieb, beeindruckte Ende der siebziger Jahre eine ganze Generation von Schulkindern und ihre Eltern. Bevor der nach Tonbandprotokollen entstandene Sachbuch-Bestseller zum Spielfilm-Debüt des Fernsehregisseurs Edel wurde, waren bereits mehrere Drehbuch-Versionen eines anderen Regisseurs am Einspruch der Autoren und ihrer Interview-Partnerin gescheitert. Christiane F. wollte eine authentische Wiedergabe ihres Drogenfalls. Das gelang: Wochenlang drehte Edel mit Laiendarstellern an Originalschauplätzen, sorgfältig bemüht, weder Voyeuren zu unerlaubten Freuden zu verhelfen, noch Jugendliche zur Nachahmung zu reizen. So verwandelt sich innerhalb von zwei Stunden ein frischer, naiv-unschuldiger Teenager in eine aufgedunsene Drogenabhängige, die bei dem Versuch, clean zu werden, sich über ihren Freund übergibt. Allein in den USA spielte der Film innerhalb von drei Wochen mehr als das Dreifache seiner Produktionskosten ein. Quelle: Claus, Horst: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. - In: Reclams Lexikon des deutschen Films / hrsg. von Thomas Kramer. - Stuttgart : Reclam, 1995. - S. 67

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