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Katalogeintrag

Technische Infos

Medium: VHS

Spielfilm

Island/Norwegen, 1991

Freigabe: FSK ab 6 Jahren

Filmlänge: 85 Minuten

Keywords: Lebensraum, Gesellschaft, Familie

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Bild zum Film: Children of nature
Bild zum Film: Children of nature

Children of nature

(Börn náttúrunnar)

Produktion

Icelandic Film Cooperation, Metro, Max-Film

Produzent

Vilhjamur Ragnarsson, Fridrik Thór Fridriksson, Skule Erikssen, Wolfgang Pfeiffer

Regie

Fridrik Thór Fridriksson

Drehbuch

Fridrik Thór Fridriksson, Einar Már Gudmundsson

Kamera

Ari Kristinsson

Schnitt

Skule Erikssen

Musik

Hilmar Örn Hilmarsson

Darsteller

Gisli Halldórsson, Sigridur Hagalin, Egill Olafsson, Tinna Gunnlaugsdóttir, Rurik Haraldsson, Valgerdur Dan Thorlákur, Baldvin Halldorsson, Margrét Olafsdottir

"Zu Hause, im kargen Norden Islands, kann der alte Geiri nicht mehr alleine bleiben. Die in der Hauptstadt Reykjavik wohnende Familie seiner Tochter macht ihm unmißverständlich klar, daß er unerwünscht ist. Das Altersheim, in dem er landet, läßt den, das ganze Leben die Freiheit gewöhnten Geiri, ausbrechen. Zusammen mit einer Mitbewohnerin flieht er aus dem Heim. Im gestohlenen Auto, von den Behörden gesucht, fahren sie gemächlich der Erinnerung und der Landschaft der Jugend entgegen. Ein verlassenes Haus wird Heim. Sie haben ihre Würde bewahrt - bis zum Tod."
Quelle: Videoumschlag

Kritik:
[...] Ein in eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen erzählter 'kleiner' Film, der den Verfehlungen einer gedankenlosen modernen Zivilisation den Mut zu Selbstbestimmung und Würde bis ins hohe Alter gegenüberstellt. (Kinotip der Katholischen Filmkritik [...])" (Lexikon des internationalen Films)

Als erster isländischer Film wurde »Children of Nature« 1992 als bester ausländischer Film für den Academy Award (Oscar) nominiert, außerdem hat er über 30 internationale Preise gewonnen, darunter:
Bester Film beim Montreal Film Festival 1991; Skandinavischer Filmpreis 1991; Bester Nordischer Film des Jahres auf dem Nordic Film Festival 1992; Europäischer Filmkomponist des Jahres (Hilmar Örn Hilmarsson), Felix 1991; Nominiert als Beste Darstellerin (Sigrídur Hagalín), Felix 1991; Bester Darsteller (Gísli Halldórsson) am Festival International Henri Langlois de Tours 1991; Publikumspreis für den besten Darsteller (Gísli Halldórsson) beim Film Festival Bergamo 1992; DV Newspaper Kulturpreis 1992

" 'Children of Nature' ist der wohl international bekannteste Film aus Island [...], ein zauberhafter Film, der mit einfachen Mitteln Elementares auf den Punkt bringt. Auf sehr ehrliche und direkte Art spiegelt er die Kluft zwischen der modernen Welt, der Urbanisation und dem eigentlichen Leben, das man der Natur abtrotzt. Dieser isländische Bauer, der sein Leben lang ein einfaches Leben geführt hat ohne es zu hinterfragen, behält auch in dieser ihm so fremden und andersartigen Welt der Großstadt seinen Willen, seine direkte Art und seine einfache, ungekünstelte Sichtweise. [...]
Die Bildsprache des isländischen Regisseurs Fridrik Thor Fridriksson ist direkt und unprätentiös, und seine Filme sind durchweg von grundlegender Aufrichtigkeit und Erdverbundenheit, in denen er stets ein nuancenreiches und differenziertes Bild seines Landes und seiner Bewohner zeichnet. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, in der die Grenzen zwischen Gedanken, eigenen Erinnerungen und Betrachtung von Außen stets verwischen. Die Grundfeste seiner Filme sind die Akzeptanz der Dinge, seien es nun eigene Erfahrungen aus der Kindheit, loses Gedankengut, übernatürliche Geschehnisse, veränderte Umwelt und daraus resultierende Situationen. Daraus eine Geschichte zu spinnen, die das Prinzip des 'rebel without a cause' einfach umdreht, gelingt dem Regisseur mit diesem Film meisterlich. Die Aktionen und Handlungen der Akteure sind reduziert und dennoch von Bestimmtheit, Kraft und von intuitivem Wissen. [...] Ari Kristinsson, der vielleicht beste Kameramann Islands, hat bewegende und differenzierte Bilder einer elementaren Landschaft eingefangen, die mit der musikalisch zu Recht gefeierten Untermalung von Hilmar Örn Hilmarsson eine sphärische Dichte erreicht, die man so nur in seltenen glücklichen Momenten im Kino erleben kann.
Quelle: Koestler, Claudia: Children of Natur (http://filmrezension.de/filme/children_of_nature.shtml)

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