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Katalogeintrag

Technische Infos

Medium: VHS

Spielfilm

USA/Großbritannien/Frankreich/Italien, 1992

Freigabe: FSK ab 6 Jahren

Filmlänge: 140 Minuten

Keywords: Biografie, Literaturverfilmung

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Bild zum Film: Chaplin

Chaplin

Produktion

Carolco, Le Studio Canal +, RCS

Produzent

Mario Kassar, Richard Attenborough, Terence Clegg

Regie

Richard Attenborough

Drehbuch

William Boyd, Bryan Forbes, William Goldman , nach der Autobiographie von Charles Chaplin und einem Buch von David Robinson

Kamera

Sven Nykvist

Schnitt

Anne V. Coates

Musik

John Barry

Darsteller

Robert Downey, Geraldine Chaplin, Dan Aykroyd, Anthony Hopkins, Moira Kelly, Kevin Kline, Kevin Dunn, Diane Lane, Milla Jovovich, Penelope Ann Miller, Paul Rhys, John Thaw, Marisa Tomai, Nancy Travis, James Woods

Mit großem Aufwand und hervorragender Starbesetzung verfilmte Sir Richard Attenborough das Leben des genialen Charles Spencer Chaplin:
"Mit fünf Jahren steht Charlie das erste Mal auf der Bühne, wenn auch eher unfreiwillig. Er springt kurz entschlossen für seine Mutter ein, die bei ihrem Auftritt in einem drittklassigen Londoner Varieté vom Publikum ausgebuht wird. Charlie lebt mit seiner Mutter und seinem älteren Halbbruder Sidney im Armenviertel, bis die Mutter ins Irren-, die Kinder ins Waisenhaus gesteckt werden. Später tingelt Charlie mit Slapsticknummern durch die Lande, bis die Truppe, der er angehört, 1913 in die USA geht. Dort wird Charlie von dem Produzenten Mack Sennet entdeckt. Chaplin beginnt, die Figur des Tramps zu entwickeln und übernimmt die Regie seiner Filme. US-Politiker, allen voran Edgar J. Hoover, wittern in Chaplins Komödien kommunistische Hetzparolen. Als Charlie sich 1952 in London aufhält, annullieren die Behörden sein Visum. Chaplin zieht sich in die Schweiz zurück und kehrt erst 1972 nach Hollywood zurück, um seinen 'Ehren-Oscar' in Empfang zu nehmen."
Quelle: Chaplin. - In: Film-Atlas / Hrsg. Atlas Film + AV. - Duisburg: Atlas Film + AV, 1995

Kritik:
" 'Chaplin' ist ein im positiven Sinne altmodischer Film, der chronologisch die Lebensgeschichte des genialen Komikers nachzeichnet. [...] Fast dokumentarisch, mit Liebe zum Detail beschreibt Attenborough die Stationen eines bewegten Lebens." (film-dienst, 23/93)

"Das Leben des Charlie Chaplin, der von seinen Londoner Jugendjahren über die Karriere in Hollywood bis hin zum unfreiwilligen Schweizer Asyl - ein detailverliebter, hervorragend fotografierter Bilderbogen, der neben den zahlreichen skandalumwitterten Amouren des Komikers auch dessen aufrechte politische Haltung in einem reaktionären Amerika beleuchtet. Der Verzicht auf starke Emotionalisierungen sorgt für eine gewisse Distanz zum Geschehen, die aber das Vergnügen an der liebevollen und besonders in der Hauptrolle brillant interpretierten Hommage nicht mindert." (Lexikon des internationalen Films)

In einem Interview mit dem »Titel«-Redakteur Christian Lukas äußert sich Sir Richard Attenborough:
" [...] Ich habe vor einigen Jahren einen Film über Charlie Chaplin gemacht, ein Film, der leider in keinster Weise die Erwartungen der Zuschauer erfüllen konnte. Warum? Ich habe in dem Film Chaplins Jugend, seine politische Einstellung, seine unzähligen Affären, seinen Einfluss auf das Kino und sein Leben als Künstler dargestellt und versucht zu erklären, wie eines das andere beeinflusst hat. Das war der falsche Weg. Ich hätte mich auf einen oder zwei Punkte beschränken müssen, um die Person Chaplins zu beschreiben. Indem ich aber versucht habe, alles zu erklären, bin ich gescheitert und habe ihn im Endeffekt überhaupt nicht zu fassen bekommen. Daraus habe ich gelernt, mich auf bestimmte Momente zu beschränken. [...]"
Quelle: http://www.titel-magazin.de/film/attenborough.htm

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