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Katalogeintrag

Technische Infos

Medium: VHS

Spielfilm

Frankreich, 1988

Freigabe: FSK ab 12 Jahren

Filmlänge: 175 Minuten

Keywords: Literaturverfilmung, Biografie, Gesellschaft

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Leihanfrage

Leihbedingungen

Bild zum Film: Camille Claudel
Bild zum Film: Camille Claudel
Bild zum Film: Camille Claudel

Camille Claudel

Produktion

Films Christian Fechner, Lilith Films I.A., Gaumont, A2 TV France, Films A2, D.D. Productions

Produzent

Christian Fechner

Regie

Bruno Nuytten

Drehbuch

Bruno Nuytten, Marilyn Goldin, Madeleine Robinson , nach dem Buch von Reine-Marie Paris

Kamera

Pierre Lhomme

Schnitt

Joelle Hache, Jeanne Kef

Musik

Gabriel Yared

Darsteller

Alain Cuny, Gérard Depardieu, Isabelle Adjani, Laurent Grevill, Madeleine Robinson

Erzählt wird die Lebensgeschichte der französischen Bildhauerin Camille Claudel (1864 - 1943): Schon in jungen Jahren reizt Camille das standesgemäße Leben als Tochter einer großbürgerlichen Familie in Paris nicht, sie ist besessen davon, als Bildhauerin zu arbeiten - ein um die Jahrhundertwende durchaus ungewöhnlicher Wunsch. Mit 20 Jahren lernt sie den berühmten Bildhauer Auguste Rodin (1840 - 1917) kennen und stellt ihre eigenen künstlerischen Ambitionen zurück: Sie wird seine Geliebte und Gehilfin, seine Muse und sein Modell. Als Rodin sich nicht zwischen ihr und seiner langjährigen Geliebten Rosett entscheiden will, verlaßt sie ihn und richtet in einer Mietwohnung ein eigenes Atelier ein. Sie verriegelt die Türe und vernagelt die Fenster mit Brettern, um Tag und Nacht arbeiten zu können. Aber Camille leidet zunehmend mehr unter der Trennung von Rodin, ihr Leben zerfällt: Alkohol und Verfolgungswahn zerstören ihre mögliche Karriere. Die letzten dreißig Jahre ihres Lebens verbringt sie in einer psychiatrischen Anstalt.

Kritik:
Das großartiges Filmporträt der leidenschaftlichen Künstlerin, die von Isabelle Adjani mit unglaublicher Intensität verkörpert wird - die Hauptdarstellerinnen entdeckte in der Geschichte Camille Claudel 'ihren' Stoff -, erregte nicht in Frankreich großes Aufsehen. Das Debütwerk von Bruno Nuytten wurde in Frankreich mit fünf Césars ausgezeichnet, Isabelle Adjani erhielt einen Silbernen Bären bei den Filmfestspielen in Berlin 1989.
Die Arbeit an der 30 Millionen DM teure Produktion wurde von Reine-Marie Paris, eine Enkelin Paul Claudels inhaltlich unterstützt, die mit ihrer Biographie über Camille Claudel 1984 ein Familientabu brach.

" [...] Die ausgezeichneten Darstellerleistungen und der gut gemeinte Wille, eine für die Zeit exemplarische und für den heutigen Feminismus wichtige Künstlerbiographie zu schaffen, leidet nach Ansicht der Kritik unter dem eher biederen filmischen Handwerk. [...]" (Filmatlas, 1993/1994)

"[...] Großangelegte, opulent ausgestattete Künstler-Biographie; ein Liebesmelodram, das durch das eindrucksvolle, intensive Spiel der beiden Hauptdarsteller über weite Strecken fesselt, sich zum Ende hin jedoch allzu dumpf und theatralisch gebärdet." (Lexikon des internationalen Films)

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