Bild & Icon: Filmkommunikation - Anspruchsvolles Kino in Thüringen

Katalogeintrag

Technische Infos

Medium: VHS

Spielfilme

BRD, 1961

Freigabe: FSK ab 16 Jahren

Filmlänge: 89 Minuten

Keywords: Literaturverfilmung, Gesellschaft

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Bild zum Film: Das Brot der frühen Jahre

Das Brot der frühen Jahre

Produktion

Modern Art

Produzent

Hansjürgen Pohland

Regie

Herbert Vesely

Drehbuch

Herbert Vesely, Leo Tschatschek, Hans Robert Budewell , nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll

Kamera

Wolf Wirth

Schnitt

Christa Pohland

Musik

Attila Zoller

Darsteller

Christian Doermer, Karen Blanguernon, Vera Tschechowa, Eike Siegel, Tilo von Berlepsch, Gerry Bretscher

"Walter Fendrich, ein junger Elektromonteur, lebt in einer gesicherten Existenz. Verlobt ist er mit Ulla, der Tochter seines Chefs. Eines Tages wird er Teilhaber des Unternehmens werden. Walter führt ein alltägliches, geordnetes Leben, ein Durchschnittsleben wie tausend andere auch. Er ist arbeitsam und fleißig. Da bricht eines Tages die Liebe in das 'recht passable Leben' ein, eine Liebe, die wie ein Naturereignis ist. Walter läuft vor der Belanglosigkeit und Mittelmäßigkeit seines Lebens davon. Er erscheint nicht mehr zur Arbeit und vergißt seine Verlobte. Für ihn zählt nur noch eines: dem Bedürfnis nachgeben nach echter, tiefer Liebe."
Quelle: Das Brot der frühen Jahre. - In: Film-Atlas / Hrsg. Atlas Film + AV. - Duisburg: Atlas Film + AV, 1995

Kritik :
Auszeichnungen: Fünf Filmbänder (Gold für die beste Nachwuchsregie, beste Kamera, beste Filmmusik, beste Darstellerin, zweiter Preis für einen abendfüllenden Spielfilm)

" [...] Vesely lieferte mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm eine eigenwillige und künstlerisch ambitionierte Böll-Adaption. Die vielfach verschachtelte, aus verschiedenen Perspektiven entwickelte Inszenierung enthält zahlreiche Extravaganzen und Novitäten, die zwar das bundesdeutsche Kino der 60er Jahre belebten, insgesamt der Vorlage jedoch wenig gerecht werden. Interessant als Vorläufer des Jungen Deutschen Films." (Lexikon des Internationalen Films)

"Was den Film auszeichnet, ist die Tatsache, daß er die ausgetretenen Pfade des deutschen Spielfilms mit Entschlossenheit verläßt." (FBW)

"Veselys Konzept erinnert immer wieder an Resnais und Antonioni. Diese Ähnlichkeit reicht über bloße Äußerlichkeiten, wie die Parallelität zwischen den Szenen der Liebesbegegnung in 'Brot der frühen Jahre' und 'Hiroshima mon amour' hinaus. Die Affinität zu Tendenzen der modernen Literatur - von Joyce bis zu Robbe-Grillet - ist unverkennbar. Die kreisende Kamera ist auf die Spitze getriebenes Symbol einer die Personen einkreisenden Psychologie. Nicht mehr der naht- und bruchlose Handlungsablauf ist Mittel der Analyse, sondern das Mosaik fragmentarischer Bilder, die sich in die Handlung einschieben, wie sie in der Vorstellung oder Erinnerung der Personen auftauchen." (film-dienst , 23 / 62)

"[...] Der erste abendfüllende Spielfilm des zuvor mit experimentellen Kurzfilmen an die Öffentlichkeit getretenen Herbert Vesely zeichnet sich durch die engagierte Suche nach neuen Formen filmischen Erzählens aus. Ungewohnte Kamerapositionierungen und - bewegungen, rasante Montagen und originelle Bildkompositionen bewiesen Veselys Auseinandersetzung mit innovativen visuellen Ausdrucksformen abseits konventioneller Muster."
Kramer, Thomas: Das Brot der frühen Jahre. - In: Reclams Lexikon des deutschen Films / hrsg. von Thomas Kramer. - Stuttgart : Reclam, 1995. - S.




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