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Katalogeintrag

Technische Infos

Medium: VHS

Spielfilm

BRD, 1981

Freigabe: FSK ab 12 Jahren

Filmlänge: 120 Minuten

Keywords: Geschichte, Nationalsozialismus, Jugend

Filmkatalog

Leihanfrage

Leihbedingungen

Blut & Ehre - Jugend unter Hitler Teil I

Produktion

SWF

Produzent

Werner O. Flisst, Jörn Schröder

Regie

Bernd Fischerauer

Drehbuch

Helmut Kissel, Robert Müller

Kamera

Hannes Hollmann, Fritz Stachowski

Schnitt

Bernd Lorbiecki

Musik

Ernst Brandner

Darsteller

Bernd Fischerauer, Rolf Becker, Jeffrey Frank, Steffen Rübling, Marlies Engel, Gila von Weitershausen, Karlheinz Lemken, Leslie Malton, Elisabeth Endrin, Siegfried Kernen, Ulrich von Dobschütz, Franz Rudnick, Christa Dubbert, Elisabeth Burkhard

"Sie schmetterten 'Denn die Fahne ist mehr als der Tod', sie schworen dem Führer ewige Gefolgschaft, sie standen stramm für das neue Nazi-Deutschland, und auf ihren Fahrtenmessern stand die Parole 'Blut und Ehre'. Die Jugend unter Hitler ließ sich von der organisierten Kameradschaft und der Lagerfeuer-Romantik fesseln und von der staatlich organisierten Ideologie gefangennehmen.
Wie dieser Verführungsprozeß funktionierte und welche Konflikte er bei den Familien Keller und Mönkemann auslöste, zeigt dieser Film in aller Deutlichkeit."
Quelle: Videoumschlag

(1933 - 1936) "Hartmut und Hans sind Freunde und besuchen die 5. Klasse einer Volksschule. Hartmut kommt aus ärmlichen Verhältnissen; sein Vater ist arbeitsloser Musiker und steht der aufstrebenden NSDAP mehr als skeptisch gegenüber. Der Vater von Hans, früher ein erfolgloser Rechtsanwalt, hat unter den Nazis eine steile Karriere gemacht. Im Keller von Hans' Elternhaus finden Heimabende des 'Jungvolkes' statt. Hartmut möchte gern daran teilnehmen, aber sein Vater verbietet es ihm. Doch Hans kann ihn überreden, heimlich den Treffen beizuwohnen. Schnell ist Hartmut von den Ideologien der Nazis überzeugt, doch als er mit ansehen muß, wie sein Vater von der SA abgeführt wird, gerät sein neues Weltbild ins Wanken. Nach mehrmonatiger Haft wird Hartmuts Vater aus dem Gefängnis entlassen. Sein politischer Widerstand ist gebrochen. Als Musiker tritt er dem Reichsarbeitsdienst bei. Hartmut ist inzwischen begeisterter Anhänger des Jungvolks der HJ geworden. Er liebt das Lagerleben, die Abenteuer und die Freundschaften und ist so engagiert, daß er bald zum HJ-Führer aufsteigt. Die neu erlangte Autorität probiert Hartmut denn auch sogleich aus: Bei einem Badeausflug befiehlt er einem Kameraden in einen See zu springen, obwohl er weiß, daß der schmächtige Friwi nicht schwimmen kann. Es kommt, wie es kommen muß - der Junge ertrinkt."
Quelle: Blut und Ehre. - In: Film-Atlas / Hrsg. Atlas Film + AV. - Duisburg: Atlas Film + AV, 1995

Kritik:
" [...] Ein zeitgeschichtlicher Fernsehfilm, der sich sorgfältig und anschaulich um ein Abbild damaliger Methoden und Auswirkungen der nationalsozialistischen Jugenderziehung bemüht." (Lexikon des internationalen Films)

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