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Katalogeintrag

Technische Infos

Medium: VHS

Spielfilm

DDR, 1978

Freigabe: FSK ab 12 Jahren

Filmlänge: 94 Minuten

Keywords: Beziehung, Liebe

Filmkatalog

Leihanfrage

Leihbedingungen

Bild zum Film: Das Versteck
Bild zum Film: Das Versteck
Bild zum Film: Das Versteck

Das Versteck

Produktion

DEFA, Gruppe "Johannisthal"

Produzent

Rolf Martius

Regie

Frank Beyer

Drehbuch

Jurek Becker

Kamera

Jürgen Brauer

Schnitt

Rita Hiller

Musik

Günther Fischer

Darsteller

Martin Trettau, Marita Böhme, Alfred Müller, Manfred Krug, Dieter Mann, Jutta Hoffmann

"Ein Jahr nach seiner Scheidung versucht Max, seine Frau zurückzugewinnen. Er gibt vor, von der Polizei gesucht zu werden und sich bei ihr verstecken zu wollen. Wanda geht darauf ein. Anfangs wehrt sie sich gegen Max' Versuche, ihre Beziehung wiederzubeleben, lässt sich dann doch beinahe verführen. Ihren neuen Liebhaber wirft sie hinaus, als dieser Max bei der Polizei anzeigt. Dabei kommt sie hinter den Schwindel, lässt sich jedoch nichts anmerken, um zu prüfen, ob es vielleicht doch einen Neuanfang geben könnte. Wanda, seit der Trennung selbstsicherer und auch skeptischer geworden, erkennt, das der zweite Versuch nur eine Neuauflage der unbefriedigenden Ehe werden würde. Max hat sich nicht geändert, ist auch nicht bereit, die Konflikte zwischen ihnen zu lösen, will sie lediglich beiseiteschieben. Wanda entscheidet sich für eine endgültige Trennung."
Quelle: Videoumschlag

"Der Film ist nicht schlecht", schreibt Manfred Krug in seinem Tagebuch. "Die Hoffmann ist reich an Nuancen in ihrem Spiel, ich halte ihr tapfer stand. Sie hat mal etwas anderes zu tun, als ihren Partner an die Wand zu spielen, und das bekommt ihr selbst am besten. Es war Juttas Verdienst, nötigenfalls mit Gewalt, Tiefgang in die Geschichte zu bringen ...". [...]
"Das Kunststück dieses Films", schreibt Manfred Krug [weiter], liege darin, dass er "der unpolitischste Film ist, der je in der DDR gedreht wurde, und keiner hat's gemerkt." Die Kritiker verwiesen später allerdings darauf, dass "Das Versteck" dann doch nicht ganz so unpolitisch war: Der Film sei ein "meisterhaft leichtes Spiel mit und über Stagnation" (Erika Richter), und zwar "auf der Ebene des Mittelmaßes, auch mit Figuren der Mittelmäßigkeit" (Gerd Gehler). So geriet Manfred Krugs cineastischer Abschied von der DDR zu einem unterhaltsamen und dennoch irgendwie beklemmenden Abbild des Landes. Aber nicht deshalb, sondern weil alle Hauptbeteiligten - Autor Jurek Becker, Regisseur Frank Beyer, die Hauptdarsteller Manfred Krug und Jutta Hoffmann - gegen die Ausbürgerung Biermanns protestiert hatten, wurde "Das Versteck" verboten. Ende 1978 kam der Film klammheimlich ins Kino, mit fünf Kopien, die nach einigen Tagen wieder eingebunkert wurden."
Quelle: Das Versteck. Regie Frank Beyer 1977. - In: Manfred Krug : die großen Kinofilme / hrsg. von Ralf Schenk. - Berlin : Parthas Verl., 1997. - S. 110-117

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